Blickpunkt Estland

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Ab dem 1. Juli 2017 hat Estland die EU-Präsidentschaft. Aus diesem Anlass möchten wir Ihnen einige interessante Neuigkeiten über unsere estnischen Mitglieder mitteilen.

Die EU-Direktoren für Jagd veranstalten ein Seminar in Estland

Am 20. Juli 2017 haben die EU-Direktoren für Jagd zu einem Treffen in Estland eingeladen, das die bisher größte Teilnehmerzahl angezogen hat. Über 20 Direktoren aus der gesamten Europäischen Union kamen im Waldzentrum des Herrenhaus Sagadi zusammen, um ein Jagdseminar abzuhalten.

Das Seminar wurde von Marku Lamp, dem Stellvertretenden Generalsekretär des Estnischen Umweltministeriums, eröffnet. Margo Tannik von der Umweltschutzbehörde Estlands hielt im Anschluss einen Vortrag über Großwildmanagement. Der estnische Biologe Jaanus Remm sprach über Forstwirtschaft.

David Scallan, Naturerhaltungsbeauftragter von FACE, berichtete über Neuigkeiten bei FACE.

Außerdem sprach Jarkko Nurmi aus Finnland über die dort angewendeten Jagdinformationssysteme, Gábor Rácz-Fodor informierte über die ungarischen Jagdinformationssysteme.

Das Seminar behandelte das brisante Thema der afrikanischen Schweinepest (ASP), ein Problem das derzeit Europa plagt. Martins Lidums vom Lettischen Jagdverband beleuchtete die Situation in Lettland genauer und Karli Ligi vom Estnischen Umweltministerium sprach über ASP in Estland.

Tõnis Korts, Exekutivdirektor des Estnischen Jagdverbandes, stellte die Organisation vor und hielt einen Vortrag über Jagdmanagement in Estland. Er stellte im Einzelnen dar, wie estnische Jäger gegen die ASP kämpfen, wie sie diese kontrollieren und weshalb sie eine wichtige Rolle bei der Kommunikation mit den Medien über dieses Thema spielen.

Tamás Marghescu, Generaldirektor des Internationalen Rats zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC), gab einen Überblick über die letzten Neuerungen und Aktivitäten der internationalen Organisation.

Die Direktoren kamen überein, dass das Seminar produktiv war und einen guten Blick auf die derzeitige Situation der europäischen Jagdorganisationen gab. „Es war eine gute Gelegenheit, um das Wildtiermanagement in Estland genauer zu betrachten“, fügte Karli Ligi vom Estnischen Umweltministerium hinzu.

Nationale Trophäenausstellung der estnischen Jagdgesellschaft

Am 20. Juli 2017 hat die Estnische Jagdgesellschaft (Estonian Hunters Society – EHS), seit 25 Jahren CIC-Mitglied, eine nationale Trophäenausstellung im Sagadi Forstmuseum eröffnet.

Seit März wurden in fünf verschiedenen Regionen Estlands Trophäenbewertungen abgehalten. Die Zertifizierten CIC-Vermesser und die Leitenden Internationalen Trophäenrichte haben insgesamt 1.571 Trophäen vermessen, die größte bisher vermessene Anzahl. Von allen vermessenen Trophäen wurden 1.328 auf Goldmedaillenebene bewertet.

Außerdem wurden andere Rekorde in Estland erreicht. Die Rehwildtrophäe, welche zuvor 40 Jahre lang den Rekord hielt, wurde von einer Trophäe von Mati Koger übertroffen, die eine Bewertung von 196,58 CIC-Punkten erhielt. Es gab auch eine Schwarzwildtrophäe, die mit 140,03 CIC-Punkten bewertet wurde, dem diesjährigen Rekord. Ein Schädel eines Goldschakals wurde mit einer Rekord-Goldtrophäe sowie mit 26,83 CIC-Punkten bewertet.

“Die Kultur der Jagdtrophäen ist Teil unserer nationalen Kultur”, sagte der Präsident der EHS, Margus Puust. „In erster Linie zeigt dies Respekt der Natur und den Tieren gegenüber“, fügte Puust hinzu.

Der geschäftsführende Direktor der EHS, Tõnis Korts, sagte, dass Jagdtrophäen in ihrer Gesellschaft immer wichtiger werden: „Die Jagdkultur ist den Jägern sehr wichtig geworden, aber dies beinhaltet auch pädagogische und wissenschaftliche Aspekte.“ Korts erklärte weiter: „Beispielsweise können wir sehen, dass das Rehwild ein starkes und gut entwickeltes Geweih hat und dies zeigt, dass die Population sich in gutem Zustand befindet.“

Die Jagdtrophäenausstellungen werden traditionell seit 1968 abgehalten. Dieses Jahr fand die Ausstellung zum zwölften Mal statt. In der Trophäenausstellung sind die Geweihe von Elch, Rehwild und Rotwild, Keilergewaff, Bälge von Luchs, Wölfen und Braunbären sowie die Schädel von Wölfen, Braunbären, Luchs, Bibern, Dachsen, Füchsen und Marderhunden zu sehen. Es werden auch einige neue Trophäen ausgestellt, wie der Schädel des Goldschakals und andere exotische Arten. Die Trophäenausstellung kann während der Öffnungszeiten des Forstmuseums bis September besucht werden.

Schulung zum CIC-Trophäenbewertungssystem

Im Sagadi Manor in Estland fand vom 15. bis 16. Juni 2017 eine Schulung zum CIC-Trophäenbewertungssystem statt. Sie war mit 22 Teilnehmern aus Estland und sechs aus Finnland sehr gut besucht. Die Gruppe war engagiert, fleißig und sehr daran interessiert, das neue Material zu lernen und nahm aktiv am Kurs teil. Die Veranstaltung war ein Erfolg und die zusätzlichen neuen Vermesser werden für die Kultur der Jagdtrophäen in Estland eine großartige Unterstützung sein.

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