Jungjäger sichern die Zukunft der biologischen Vielfalt Europas

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Die Konferenz wurde durch das MEP Karl-Heinz Florenz, Präsident der Arbeitsgruppe „Biologische Vielfalt, Jagd, Umwelt“ und durch MEP Bendt Bendtsen, Vizepräsident der Arbeitsgruppe, ausgerichtet und zusammen mit dem 40. Jubiläum des Zusammenschlusses der Verbände für Jagd und Wildtiererhaltung in der EU (Federation of Associations for Hunting and Conservation of the EU – FACE) organisiert. Sie versammelte politische Entscheidungsträger, Experten und Organisationen, um die Zukunft der Jagd in einer zunehmend urbanisierten Welt sowie den Beitrag europäischer Jäger zu den Zielen der Biodiversitätsstrategie der EU bis 2020 zu diskutieren.

Die Gesprächsteilnehmer legten auch einen Schwerpunkt darauf, wie man den Beitrag der Jagd (insbesondere durch jüngere Jäger) für die Naturerhaltung und das Wildtiermanagement am besten unterstützen könnte.

Karmenu Vella, Kommissar für Fischerei und maritime Angelegenheiten, eröffnete die Veranstaltung und betonte die Rolle, die Jäger beim Schutz der biologischen Vielfalt Europas spielen.

„Und hier ist eine echte Symbiose in Kraft. Die Jagdgemeinschaft braucht eine gesunde biologische Vielfalt. Und oft gibt es eine gesunde biologische Vielfalt aufgrund dessen, dass Gemeinden sich zusammengeschlossen haben, um ihr gemeinsames Interesse daran, diese im Gleichgewicht zu halten, anzuerkennen. Ich bin schon immer der Überzeugung, dass die Jagd eine positive Kraft für den Naturschutz sein kann, solange sie in einer verantwortlichen, nachhaltigen Weise ausgeübt wird.“

 Er unterstrich die im Manifest zur biologischen Vielfalt dargelegten positiven Beispiele, die einen hervorragenden Überblick bieten, wie gezielte Handlungen durch Jäger zu den Zielen der Biodiversitätsstrategie der EU beitragen. Es ist erwiesen, dass Jäger zunehmend an der Bewirtschaftung und Wiederherstellung von Lebensräumen beteiligt sind. Er fügte hinzu, dass Jäger die sehr wichtige Aufgabe haben, sicherzustellen, dass die EU-Richtlinien vor Ort wirksam umgesetzt werden und dass sie es sind, die einen Nutzen aus den von der EU-Regulierung zu Natur und biologischer Vielfalt geschaffenen Ökosystem-Diensten ziehen.

„Denn, wie Sie glaube ich an die Rolle der Jagd und wie Sie glaube ich, dass diese auf einer nachhaltigen Erhaltung und Nutzung der biologischen Vielfalt beruht.“

Janneke Eigeman, Leiter für Kommunikation des Königlich Niederländischen Jagdverbandes (KNJV), hob einige positive Entwicklungen bei den Jungjägern hervor. Beispielsweise sind rund 50 % der Personen, die in den Niederlanden ihren Jagdschein erhalten, junge Menschen. Sie führte aus, dass es zur Förderung der Jagd bei jüngeren Generationen notwendig sei, Mentoring-Programme, wie das vom KNJV, zu etablieren, die ältere und erfahrene Jäger mit neuen und jüngeren Jägern zusammenbringen.

Die Konferenz würdigte die Rolle der neuen Technologien als wichtige Chance für den Aufbau von Netzwerken junger Jäger. Jean Pierre Ferraro, dänischer Unternehmer und Mitgründer von Nyjæger.dk and „Huntappvisor“, sprach darüber, wie neue Technologien junge Jäger bei der Erschaffung solcher Netzwerke unterstützen können.

David Plaz,“Young Opinion”-Vertreter des Internationalen Rats zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC), betonte den dringenden Bedarf an gut finanzierten Kommunikationskampagnen, um die soziale Nachhaltigkeit der Jagd in einer zunehmend urbanisierten Welt zu gewährleisten. Er ermutigte die Jagdverbände auch, den Wert des Wildbrets weiter einen breiteren Öffentlichkeit gegenüber zu bewerben.

Austin Weldon vom Game and Wildlife Conservation Trust (GWCT) stellte den positiven Beitrag der Jagd für die Erhaltung der Natur im Vereinigten Königreich vor. Dabei zeigte er, wie der GWCT erfolgreich mit jüngeren Generationen in Kontakt tritt und diesen Chancen bietet, etwas zu lernen und eine Leidenschaft für Naturschutz zu entwickeln. Er erwähnte auch Perdix Portalas als Beispiel dafür, wie das Internet erfolgreich dazu genutzt werden kann, beste Praktiken bei der gemeinschaftsbasierten Erhaltung zu unterstützen und zu formen.

Zu Anlass des 40. Jubiläums von FACE gratulierte CIC-Präsident George Aman der Organisation zu ihrer Arbeit im Laufe dieser vier Jahrzehnte und unterstrich die Notwendigkeit einer noch stärkeren Zusammenarbeit von FACE und CIC. Er fügte hinzu: „Wir brauchen einen starken FACE in Brüssel.“

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