Ungarn tritt der Initiative 1 Euro pro Jäger bei
5. Mai 2019

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Ungarns stellvertretender Premierminister, Dr. Zsolt Semjén, gab in einer Videobotschaft bekannt, dass sich Ungarn an der CIC-Initiative 1 Euro/Jäger beteiligen wird. Das Ankündigungsvideo wurde während des Gala-Dinners anlässlich der 66. Generalversammlung des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd in Windhoek, Namibia gezeigt.

Was hat es mit der Initiative 1 Euro/Jäger auf sich?

Über die Jahre haben unsere Gegner (oftmals Tierrechts-NGOs) ein komplexes und dennoch trügerisches Geschäftsmodell entwickelt. Viele dieser Organisationen behaupten, sich auf die Erhaltung zu konzentrieren. Sie appellieren jedoch ausschließlich an Emotionen und legen den Fokus auf das Töten durch Jäger und Jägerinnen, um Unterstützung zu gewinnen. In jedem Jahr sammeln sie Hunderte Millionen Dollar von naiven Menschen, die zweifelsohne Gutes tun möchten und lediglich falsche Informationen darüber, was mit ihrem Geld geschieht, erhalten. So landen beispielsweise diese enormen finanziellen Einnahmen dieser NGOs zu einem Großteil in den eigenen Taschen der Führungsebene. Der Rest wird eingesetzt, um genau das Gegenteil der Arterhaltung zu fördern. In Afrika haben Jagdgegner beispielsweise Jagdverbote verteidigt. Jagdverbote führen jedoch zu vermehrten Konflikten zwischen Mensch und Wildtieren, die wiederum Wilderei fördern und bewirken, so dass die lokale Bevölkerung die Landentwicklung der Schaffung von Lebensräumen vorzieht. Der WWF und die IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) sind Beispiele für Organisationen, die, wenngleich sie keine Jagdorganisationen sind, über Mitglieder verfügen, die die Vorteile der Jagd anerkennen. Diese Mitglieder stehen für eine legale Jagd ein, die die Grundsätze der Nachhaltigkeit befolgt.

Der CIC hat sich dem Kampf für die Bewahrung der Jagd verschrieben und startete kürzlich eine weltweite Kampagne mit dem Titel „1 Euro pro Jäger“, bei der jeder Jäger und jede Jägerin einen Euro zur Kampagne beiträgt. Wenngleich ein solcher Betrag für Einzelpersonen geringfügig erscheinen mag, leistet jeder Euro doch einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewahrung der Jagd.

Entscheidungen mit weitreichenden Auswirkungen werden auf der internationalen Bühne und nicht auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene getroffen.

Meinungsbildende Konferenzen überall auf der Welt bilden den Kern dieser Entscheidungen, die äußerst gefährlich für die nachhaltige Nutzung der Natur sein können. Ihre Auswirkungen werden uns erst deutlich später erreichen, wenn es vielleicht schon zu spät ist. Erinnern Sie sich an die europäische Feuerwaffen-Richtlinie, die Jagdverbotsinitiative in Zürich, das Wölfe-Problem, das Verbot des Transports von Jagdtrophäen und viele mehr. Den Auswirkungen vorzubeugen ist leichter, als sie ungeschehen zu machen. Der CIC strebt an, an so vielen Konferenzen wie möglich teilzunehmen, um die nachhaltige Nutzung der Natur zu beeinflussen und zu verteidigen.

Was ist unter einer nachhaltigen Nutzung der Natur zu verstehen?

Die Grundlagen basieren auf einem tiefen Verständnis des Respekts zwischen Mensch und Natur. Es geht darum, wo Menschen es für richtig und logisch erachten, Wälder und Felder für die Forstwirtschaft und Jagd zu nutzen, in Seen und Meeren zu fischen, sich den Boden für die Landwirtschaft zu nutze zu machen und sich um Pferde und Hunde zu kümmern, die sie als Haustiere halten. Das nachhaltige Element besteht darin, zu wissen, was wir nehmen können und was nicht. Wie viel ist genug? Und wie können wir zukünftigen Generationen ermöglichen, denselben Reichtum an natürlichen Ressourcen zu erleben, den wir heute genießen?

Jäger und Jägerinnen distanzieren sich von sektiererischen und geradezu extremen Lebenseinstellungen, wie Veganismus und extremem Tierschutz.

Wenn wir als Jägergemeinschaft nicht zusammenhalten und die immer deutlicheren Anzeichen der „Urbanisierung“ unserer politischen Entscheidungsträger ignorieren, werden wir innerhalb weniger Jahre ein jähes Ende nehmen. Ich möchte meinen Enkelkindern nicht in die Augen sehen müssen, um Ihnen zu erklären, dass wir Jäger und Jägerinnen es nicht vermochten, die drohende Katastrophe mit nur einem Euro abzuwenden, da uns der angenehme „Status quo“ davon abhielt.

Um im Kampf auf internationaler Ebene bestehen zu können, müssen unsere Lanzen genauso lang wie die unserer Gegner sein.

Jäger und Jägerinnen müssen an Konferenzen teilnehmen, in die Medien der Jagdgegner eindringen, in Schulen auf jeder Altersstufe präsent sein, Kindern die nachhaltige Nutzung der Natur erläutern und vor allem in den modernen sozialen Medien aktiv werden. Dies, liebe Leser, erfordert, dass wir die alarmierende internationale Situation der Jagd frühzeitig erkennen, und dass jeder Jäger und jede Jägerin sich in geringem Maße beteiligt.

Ich möchte Ihren nationalen Jagdverband dazu aufrufen, Solidarität zu zeigen, den Beitrag in Höhe von einem Euro für diesen enorm wichtigen Kampf einzusammeln und unseren zukünftigen Generationen zuliebe an den CIC zu überweisen.

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