„Weltweit für die nachhaltige Jagd eintreten“

CIC - Präsident Bernard Lozé beim deutschen Bundesjägertag in Pforzheim am 8. Juni 2012

 

Bernard Lozé, Präsident des Internationalen Rates für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC), sprach beim Bundesjägertag in Pforzheim am 8. Juni 2012.

 

In der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) sei verbindlich festgelegt worden, dass die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen genauso Teil der Erhaltung der Natur sein müsse, wie der strikte Schutz. Nachhaltige Jagd sei deshalb ein wichtiger Bestandteil des modernen Natur- und Artenschutzes.

 

„Jagd ist nicht nur das Management von Tierarten, ist nicht nur Regulierung von ‚Problemtieren’. Jagd ist auch eine Landnutzung, und zwar eine naturfreundliche. Wer die Jagd auf eine reine Schalenwildregulierung reduzieren will, der will den Grundbesitzer wesentlicher Nutzungsrechte berauben, ihn enteignen,“ sagte der CIC-Präsident unter Bezug auf bestimmte aktuelle Entwicklungen in einigen deutschen Bundesländern.

 

Lozé wies auf die langjährige Partnerschaft zwischen dem DJV und dem CIC hin: „In den letzten Jahren haben wir im Rahmen des ‚Netzwerks Lebensraum Brache’ gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht: Ich nenne die Einsaat von stillgelegten Flächen für das Wild, die alternative Energieerzeugung durch Wildpflanzen und die Kitzrettung. Insgesamt ist es um unsere Zusammenarbeit aber etwas ruhiger geworden. DJV-Präsident Hartwig Fischer, der im letzten Jahr ebenfalls neu ins Amt gewählte Leiter der deutschen CIC-Delegation Dr. Jens-Jürgen Böckel und ich haben vereinbart, dass dies wieder anders wird. In unterschiedlichen Verantwortlichkeiten haben wir dieselben Ziele. Wir wollen das Wild und die Jagd gleichermaßen erhalten.“

 

Was auf der internationalen Bühne an positivem wie negativem für die Jagd entschieden werde, das habe auch direkte Auswirkungen für das nationale und lokale jagdliche Geschehen. Es sei deshalb wichtig, dass die Jägerschaft mit dem CIC einen starken globalen Player habe.

 

Bernard Lozé: „Die Jäger müssen zusammenarbeiten, denn allein und national lässt sich im Zeitalter der Globalisierung die Jagd nicht dauerhaft bewahren. Nur die Einigkeit macht stark, und das gilt für Deutschland genauso wie international.“

 

Den vollständigen Text der Rede finden Sie hier.

The Evolution of CITES - 9th edition - 2011
 
 
 
 
 
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