Jagd und Nachhaltigkeit: Messe JAGD & HUND in Dortmund

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Die 36. JAGD & HUND Messe fand Anfang Februar in Zusammenarbeit mit dem CIC in der Westfalenhalle Dortmund, Deutschland, statt.

JAGD & HUND, die größte Jagdausstellung Europas, bringt Jäger, Hundefreunde, Naturschützer und Naturfans aus ganz Europa zusammen. Die Veranstaltung bietet eine einzigartige Erfahrung im Messezentrum Westfalenhallen Dortmund. Neben den von den vielen internationalen Ausstellern angebotenen umfassenden Informationen und Produkten macht auch ein vielfältiges Begleitprogramm einen Besuch bei JAGD & HUND zu einem wahren Vergnügen. Die Greifvogel- und Jagdhundpräsentationen, die spektakuläre Piste für Geländefahrzeuge und die Modeschauen für Jagdkleidung machen diese Veranstaltung zu einer der interessantesten Jagdausstellungen Europas.

Bei der Eröffnungzeremonie unterstrich Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der deutschen CIC Delegation, in seiner Eröffnungsrede die Notwendigkeit, die Beziehung zwischen Nachhaltigkeit und Jagen zu erklären: „Insgesamt weisen wir das Thema der Nachhaltigkeit drei Bereichen zu: einer ökologischen Dimension, einer wirtschaftlichen Dimension und schließlich einer sozio-kulturellen Dimension.

Die ökologische Dimension beschäftigt sich mit wilden Tieren und deren Lebensraum; beispielsweise unterstützt der CIC ein großes Projekt, welches für den Anbau von Biogaspflanzen Weizenfelder in Blumenwiesen umwandelt, die Kalorienwerte in ähnlicher Höhe bieten. Diese Veränderung führt nicht nur zu einer wesentlichen Verbesserung im Bestand von Insekten, Käfern und Tauben, sondern verändert grundsätzlich auch das Aussehen der Landschaft zur Freude von Menschen und Tieren.

Die Bauern, die diese Umstellung an Biogaspflanzen durchführen und dadurch wirtschaftliche Verluste erleiden, müssen für die Tatsache, dass sie ein neues Paradies für Bienen, Schmetterlinge, Rebhühner und andere Tiere schaffen und somit auch dazu beitragen, das Problem von Wildschäden in der Landwirtschaft abzuschwächen, kompensiert werden.

Nachhaltigkeit in der Wirtschaft

Das Jagen ist auch ein wirtschaftlicher Faktor!“, hob Dr. Trott hervor. Der Mehrwert der Jagd in Deutschland wird auf 1,6 Mrd. Euro geschätzt, sowie weitere 200 Mio. Euro jährlich für den Wert des Wildbrets. In vielen Teilen der Welt, wie in Afrika oder Asien, ist die Jagd die einzige Einkommensquelle für die Landbevölkerung. Jagdausflüge, Abschussgebühren, Fleisch, Häute und Dienstleistungen für die Jäger bieten vielen Familien eine Einnahmequelle, ohne die sie ihre Heimat verlassen müssten. Die Aufzucht wilder Tiere in Gefangenschaft, um diese dann zu schießen, ist keine Jagd und sollte verurteilt werden. Der CIC begrüßt die Tatsache aufrichtig, dass solche Anbieter der „Gatterjagd“ nicht mehr bei der Ausstellung anwesend sind.

Zur sozio-kulturellen Dimension der Jagd gehört die professionelle Ausbildung von Jägern, die Kommunikation mit der nicht jagenden Bevölkerung und auch der Austausch mit anderen Nutzern der Natur, wie den Landwirtschafts- und Forstbranchen. Die deutsche Delegation des CIC hat vor zwei Jahren ein Positionspapier zur Rotwildbewirtschaftung entworfen, das jetzt in den einzelnen Bundesländern mit den Behörden, den Rotwildhegegemeinschaften und – was ebenfalls wichtig ist – mit Bauern und Forstbesitzern diskutiert wird.

Die deutsche Delegation richtete eine erfolgreiche Eröffnungsveranstaltung im Namen des CIC aus. Den Vorträgen von Wilfried Pabst und Stefan Michel folgte eine lebhafte Diskussion, die von Dr. Rolf Baldus moderiert wurde.

Der CIC wird zusammen mit dem DJV und anderen Jagdverbänden weiterhin diese drei Dimensionen der Jagd unterstützen und alle Jäger bei selbigen beraten.

Der CIC ist den Organisatoren der Messe, der Messegesellschaft Westfalenhalle, für die Gelegenheit, als Partner zu fungieren und für all die angebotene Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung dankbar.

 

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