Grenzzaun zur afrikanischen Schweinepest in Dänemark
06 February 2020

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Im Dezember 2019 wurden Bilder online veröffentlicht, die einen Rothirsch zeigen, der an einem Zaun starb, der in Dänemark an der Grenze zu Deutschland errichtet wurde. Der 70 km lange Zaun wurde errichtet, um das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASF) nach Dänemark zu begrenzen.

Als Reaktion auf diesen und ähnliche Vorfälle beauftragte die dänische Umweltministerin, Frau Lea Wermelin, die dänische Naturschutzbehörde damit, herauszufinden, wie die Sicherheitsmaßnahmen für Tiere verbessert werden könnten. Nach einer Überprüfung wurde beschlossen, dass der obere 60 cm lange Teil des Zauns durch ein Netz mit kleineren Löchern ergänzt werden sollte – dies, damit die Beine von springenden Tieren nicht eingefangen werden.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen umfassten eine Verringerung der Höhe von 1,5 m auf 1,2 m in Bereichen, in denen dies möglich war. Darüber hinaus wurden Wildkameras aufgestellt, um einen 600 m langen Abschnitt des Zauns zu überwachen, der bekanntermaßen für viele Tiere ein üblicher Kreuzungsbereich ist.

Zäune können nicht nur Verletzungen und Todesfälle bei Wildtieren verursachen, sie zerschneiden auch die Lebensräume vieler Arten. Während die Bedenken aller Beteiligten ernst genommen werden müssen, auch die der Landwirte, sollte die Entscheidung, Zäune zu errichten, nicht leichtfertig getroffen werden.

Auch wenn der CIC in diesem Fall nicht in der Lage ist, zu der Entscheidung, einen Zaun zu errichten, Stellung zu nehmen, sind wir dennoch erfreut, von diesen neuen Maßnahmen zu lesen, die den Tierschutz in Bezug auf Zäune verbessern sollen.

Tierschutz und Jagd

Der Tierschutz hat für Jäger und den CIC höchste Priorität. Jäger haben nicht nur die Pflicht, das Leiden der gejagten Tierarten zu verhindern, sondern sie haben auch eine umfassendere Verantwortung, sich um alle Arten von Wildtieren zu kümmern.

Jäger üben in der Regel Tätigkeiten aus, die speziell dem Tierschutz dienen. Sie helfen bei der notwendigen Keulung von Wildtierpopulationen, um unnötige Abstürze in der Artenzahl zu verhindern. Jäger sind auch an der Erfassung und Überwachung von Wildtieren beteiligt, insbesondere von solchen, die anfällig für Wildtierkrankheiten sind (z.B. Chronic Wasting Disease, Afrikanische Schweinepest). Die aktive Bewirtschaftung von Wildbeständen, z.B. durch Fütterung, trägt zur Erhaltung der Tiergesundheit bei und beugt dem Hungertod vor.

Der CIC hat sich in den letzten Jahren für Tierschutzanliegen eingesetzt. Ein aktuelles Beispiel dafür war die Beteiligung des CIC an der Einrichtung einer ASF-Task Force unter der Leitung der Europäischen Föderation der Jagd- und Naturschutzverbände der Europäischen Union (FACE). Die Task Force spielte eine entscheidende Rolle dabei, die belgische Regierung davon zu überzeugen, die notwendigen Schritte zur Begrenzung der Ausbreitung des Virus nach dem Ausbruch im Jahr 2018 zu unternehmen, einschließlich der Errichtung von Zäunen. Die Verwendung von Zäunen zur Verhinderung der Ausbreitung der ASP ist nicht neu, wobei die Tschechische Republik die Zäune bereits erfolgreich als Mittel zur Eindämmung der Ausbreitung der ASP im Jahr 2017 im Land eingesetzt hat.

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